MAAP

Das MAAP ist ein zielorientiertes (Gruppen-) Kompakttraining auf kognitiver und verhaltenstherapeutischer Grundlage. Wie international schon seit längerer Zeit gefordert, ist das MAAP multisystemisch aufgebaut, d.h. es verlangt eine Mitarbeit der Jugendlichen sowie deren nahen Bezugspersonen.

Im Kontext des Multisystemischen-Anti-Aggression-Programm (MAAP) wird „Aggression“ bzw. grenzverletzendes und aggressives Verhalten als Verhaltensdefizit angesehen, das Kinder und Jugendliche daran hindert, in nicht-aggressiver Weise zu kommunizieren und/oder Kontakte zu knüpfen, wobei die daraus entstehende soziale Isolation die weitere Entwicklung von situationsangemessenem Verhalten verhindert.

Insbesondere in der pädagogischen Arbeit ist der Umgang mit aggressiven und grenzverletzenden Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen ein anspruchsvolles und komplexes Erziehungsfeld. Grenzüberschreitungen und Grenzverletzungen sollte deshalb mit einer differenzierten und fachlich geschulten Grundhaltung entgegengetreten werden.

Zögern Sie nicht, uns für weiterführende Informationen direkt zu kontaktieren. Bei Bedarf besuchen wir Ihre Institution gerne und stellen Ihnen das MAAP persönlich vor. Für weitere Informationen verweisen wir Sie zudem auf unser „MAAP Kurzkonzept“ (Download).

Aufbau

Das MAAP ist konzipiert für Kinder und Jugendliche (10 – 20 Jahre), die durch aggressives und/oder grenzverletzendes Verhalten auffällig geworden sind.

Die Termine finden je nach Abmachung in den Räumlichkeiten des Instituts für Forensik und Rechtspsychologie in Bern oder aber in der Institution statt.

Das MAAP hebt sich neben seinem multisystemischen Aufbau, dem Einbezug unterschiedlicher Methoden und Bausteinen aus verschiedenen Antiaggressionstrainings, der Verwendung praxistauglicher Sprache und Instrumente, auch insbesondere dadurch von anderen Programmen ab, indem nicht auf den Einbezug der Eltern abgestützt wird, sondern viel mehr die Bezugspersonen einbindet, welche vorwiegend Zeit mit den Jugendlichen verbringen. Es richtet sich also direkt an eine Institution mit deren Jugendlichen und Bezugspersonen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es für die Jugendlichen von grosser Bedeutung und Wert ist, wenn nicht nur sie alleine, sondern auch ihre Bezugspersonen am Programm teilnehmen. Zudem führt ein solches Setting für eine Institution (insbesondere involvierte Mitarbeitende) zu praktischen Implikationen für die gegenwärtige und zukünftige Arbeit mit Jugendlichen.

Nach einer Bedarfsanalyse, Fallbesprechungen und diagnostischen Abklärung sind insgesamt 17 Termine vorgesehen, in welchen mit den Jugendlichen (7 Termine), den Bezugspersonen (3 Termine) und allen Teilnehmern gemeinsam (2 Termine) gearbeitet wird.

Für eine erfolgreiche Teilnahme wird die Anwesenheit an mindestens 90% des Programms und die aktive Mitarbeit von nahen Bezugspersonen vorausgesetzt. 

Für die Durchführung eines MAAP müssen mind. 4 und max. 8 Jugendliche angemeldet sein.

Anmeldung

Zögern Sie nicht, uns bei Interesse oder weiteren Fragen unverbindlich zu kontaktieren:

Herr M Sc. Emanuel Feurer, Psychologe
+41 (0)31 312 17 05, emanuel.feurer@.ifkjb.ch

Herr Dr. Daniel Gutschner, Rechtspsychologe FSP 
+41 (0)31 311 13 24, daniel.gutschner@.ifkjb.ch

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