Fachstelle für Kindes- und Erwachsenenschutz

Die Fachstelle bietet mit ihren Angeboten sowohl für Fachpersonen wie auch für Betroffene kompetente und zeitnahe Hilfestellungen in den verschiedensten Problembereichen rund um kindes- und erwachsenenschutzrechtliche Fragen an.

Gutachten im Rekursverfahren

2016 erstellten wir in der Deutschschweiz vermehrt Gutachten oder Fachberichte im Rahmen von Rekursverfahren zur fürsorgerischen Unterbringung oder grundsätzlich zu Entscheiden durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Je nach Dringlichkeit sind wir in der Lage, ein mündliches Gutachten innert 4 Wochen abzugeben.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Anfragen nimmt Dr. Daniel Gutschner gerne unter 031 / 311 13 24 entgegen.

Gutachten im Erwachsenenschutz

Unsere Kompetenz im Bereich Erwachsenenschutz (Fragen zur Urteilsfähigkeit, dem psychischen Gesundheitszustand sowie zur Notwendigkeit von Erwachsenenschutzmassnahmen) wurde im letzten Jahr vermehrt nachgefragt. Unsere Stärke ist dabei unsere jahrelange Erfahrung in Abklärungen und Begutachtungen in diesen Bereichen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Anfragen nimmt Dr. Daniel Gutschner gerne unter 031 / 311 13 24 entgegen.

Mediation

Zusätzlich zur SISP (Supervision für Eltern im Trennungs- und Scheidungsprozess) bieten wir kindzentrierte Mediationen an. Das Vorgehen der Mediation richtet sich nach den Bedürfnissen der Eltern oder des Auftraggebers, bei Bedarf unter Einbezug der Kinder. Auf Wunsch erstellen wir Berichte zum Verlauf der SISP/Mediation und geben Empfehlungen im Sinne des Kindeswohls ab.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Anfragen nimmt Dr. Daniel Gutschner gerne unter 031 / 311 13 24 entgegen.

Interventionsorientierte Gutachten

In den letzten Jahren sind eine Zunahme von Besuchsrechtsschwierigkeiten und eine deutliche Erhöhung des Konfliktpotenzials, welche für die betroffenen Kinder ein kaum mehr erträgliches Ausmass annehmen, sowie vermehrte Anfragen für Gutachten bezugnehmend auf Besuchsrechtsregelungen zu verzeichnen. In den genannten Fällen ist die Nachhaltigkeit und letztlich Sinnhaftigkeit der klassischen Gutachtenserstellung in Frage zu stellen. Anhand von „Interventionsorientierten Gutachten“ soll versucht werden, gemeinsam mit den Kindseltern sowie allen involvierten Parteien eine einvernehmliche, für das Kind angemessene Regelung der Situation zu erarbeiten und diese in Begleitung des Sachverständigen schrittweise umzusetzen (Salzgeber, 2011).

Die interventionsorientierte Begutachtung ist so zu verstehen, dass im ersten Schritt eine Abklärung unter Einbezug der Kindeseltern, der Kinder und weiterer relevanter Drittparteien wie Schule, Beistand, therapeutische Fachpersonen etc. durchgeführt wird. Ziel ist es, ein dem Kindeswohl entsprechendes Besuchsrecht zu eruieren und die Voraussetzungen zur Umsetzung zu schaffen. In einem weiteren Schritt wird dieses eingerichtete Besuchsrecht evaluiert, bei auftretenden Schwierigkeiten angepasst und weiterhin beobachtet. Das oberste Ziel ist es, ein um- und durchsetzbares Besuchsrecht nachhaltig zu etablieren und das Gutachten mit einer kurzen Stellungnahme zu beenden.

Sollte es jedoch in diesem Rahmen nicht gelingen, ein Besuchsrecht nachhaltig zu installieren, können aufgrund der umfassenden Befunderhebungen und Erfahrungen, die in der Phase der Begutachtung gemacht wurden, klare Empfehlungen für das weitere Vorgehen gemacht werden.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Anfragen nimmt Dr. Daniel Gutschner gerne unter 031 / 311 13 24 entgegen.

Case Management in Kindesschutzfragen

Case Managements in Kindesschutzfragen werden meist in hochkomplexen Fällen durchgeführt. Dabei übernehmen wir die Koordination der unterschiedlichen Massnahmen sowie die Verlaufsbegleitung. In manchen Fällen wird im Vorfeld ein rechtspsychologischer Fachbericht erstellt, um eine gute Basis für die Interventionen zu schaffen. Ein weiterer Vorteil ist, dass stets eine neutrale und rechtspsychologische Fachmeinung in die Planung einfliesst. Ferner kann bei eintretenden Schwierigkeiten, innerhalb von zwei Wochen, ein aktueller Bericht mit einer Neubeurteilung und mit überarbeiteten Empfehlungen erstellt werden.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Anfragen nimmt Dr. Daniel Gutschner gerne unter 031 / 311 13 24 entgegen.

Rechtspsychologischer Fachbericht

Es ist uns ein Anliegen, in jedem Fall individuell zu prüfen, welche Art der Abklärung bzw. Gutachtenserstellung am sinnvollsten ist. So umfasst unser Angebot neu den Rechtspsychologischen Fachbericht, um in entsprechenden Fällen eine ökonomischere und zielbringendere Form der Begutachtung anbieten zu können. Die Besonderheit des Rechtspsychologischen Fachberichtes liegt in der Konzentration auf aktuelle, zumeist prognostische Fragestellungen sowie der kürzeren Bearbeitungszeit. Das Anfertigen eines solchen Fachberichts ist damit kostengünstiger und ermöglicht die Beantwortung von entsprechenden Fragestellungen ohne umfassende Begutachtung.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Anfragen nimmt Dr. Daniel Gutschner gerne unter 031 / 311 13 24 entgegen.

Gutachten

Das IFB erstellt psychologische Gutachten im Rahmen von Eheschutz- und Scheidungsverfahren sowie im Auftrag von zivilrechtlichen Behörden. Das IFB legt grossen Wert auf eine hohe Qualitätssicherung sowie auf flexible und fallspezifische Erstellung der Gutachten.

Im Rahmen von Eheschutz- und Scheidungsverfahren können u.a. folgende Inhalte abgeklärt werden:

  • Beurteilung der Erziehungsfähigkeit
  • Sorgerechtszuteilung
  • Besuchsrechtsregelungen
  • Ausübung des gemeinsames Sorgerechts

Im Rahmen von zivilrechtlichen Fragestellungen von Behörden können u.a. folgende Inhalte abgeklärt werden:

  • Gefährdungsmeldungen
  • Planung von Kindesschutzmassnahmen
  • Besuchsrechtsregelungen
  • Rückplatzierungen
  • Erziehungsfähigkeit
  • Elternstreitigkeiten
  • Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts

SISP – Supervision für Eltern im Trennungs- und Scheidungsprozess

Die Supervision soll Kindeseltern im Prozess der Trennung stärken, sie diesbezüglich für mögliche Stolpersteine und Gefahren für ihre Kinder sensibilisieren und ihnen Werkzeuge mitgeben, um die Situation kompetent zu bewältigen und ihre Kinder zu unterstützen. 

Der frühe Einsatz einer angepassten Intervention wie der SISP kann im Kontext von Trennung und Scheidung dazu beitragen, dass sich Konflikte nicht zuspitzen können oder hochkonflikthafte Fälle rasch erkannt werden. Gleichzeitig sollte verhindert werden, die Konflikte durch Schriftsätze oder schriftliche Stellungnahmen zu verstärken und somit längere Gerichtsprozesse zu provozieren.

Frühzeitig und im richtigen Moment eingesetzt und in die laufenden Verfahren oder behördlichen Interventionen eingeflochten, kann die Supervision dazu dienen, Kinder vor zusätzlichen Belastungen wirkungsvoll zu schützen.

Die Anmeldung erfolgt über die Kindeseltern selber oder über Dritte (Ärzte, Sozialarbeiter, psychosoziale Einrichtungen, Behörde, Gericht). Bei einer angeordneten Supervision erfolgt bei Bedarf ein Bericht an das Gericht oder die Behörde.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Anfragen nimmt Dr. Daniel Gutschner gerne unter 031 / 311 13 24 entgegen.

FOI – Fallorientierte Intervention

Eine frühe Einschätzung der Situation in komplexen Angelegenheiten durch eine neutrale Fachstelle kann helfen, möglichst schnell eine adäquate Lösung zu formulieren und zeitnah zu handeln. Dadurch können u.a. spätere finanzielle Auslagen für intensivere Massnahmen eingespart oder eingeschränkt werden. Wir bieten daher eine Anlaufstelle zur Klärung von psychologischen Fragestellungen aus neutraler fachlicher Sicht und beraten und unterstützen je nach Wunsch.

Nach telefonischer Klärung des Anliegens und der Zustellung der entsprechenden Akten, anhand welcher wir uns ein Bild der Sachlage machen, werden wir Ihnen in einem anschliessenden gemeinsamen Gespräch beratend zur Seite stehen.

Da davon ausgegangen wird, dass um eine fallorientierte Unterstützung und Hilfestellung eher in dringenden Fällen ersucht wird, ist es uns ein Anliegen, das Gespräch innerhalb einer Woche nach Erhalt der Akten zu terminieren.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Anfragen nimmt Dr. Daniel Gutschner gerne unter 031 / 311 13 24 entgegen.

Kindesanhörung

Kinder und Jugendliche haben in allen Situationen, die sie betreffen, ein Recht darauf, altersentsprechend informiert und angehört zu werden. Im Auftrag von Behörden oder Gerichten werden im IFB Anhörungen von Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Auch beraten wir Gerichtspersonen oder BehördenvertreterInnen bezüglich der eigenen Durchführung einer Anhörung. In der Regel besteht eine Anhörung im IFB aus einem Gespräch mit dem Kind oder dem/der Jugendlichen. Erleben, Bedürfnisse, Wünsche und Befürchtungen, Fragen und Ideen des Kindes oder des/der Jugendlichen bezüglich seiner/ihrer aktuellen Lebenssituation und allfällige anstehende Entscheide werden aufgenommen und in Absprache mit dem angehörten Kind, des/der angehörten Jugendlichen dokumentiert. Die zusammengefasste Dokumentation der Anhörung wird der auftraggebenden Stelle zugestellt.

Psychotherapie

Psychotherapien sind professionelle Angebote für Menschen, welche sich in einer persönlich, sozial und/oder beruflich schwierigen Situation befinden. Ziele einer Psychotherapie sollen sein, die psychische Problematik zu verbessern und den Leidensdruck der betroffenen Personen zu mindern.

Wir bieten therapeutische Interventionen u.a. für folgende Problembereiche an:

  • Anstehende Entscheidungen in schwierigen Lebenssituationen
  • Lebenskrisen (z.B. Todesfälle, Trennung, berufliche Krisen)
  • Traumatische Erfahrungen (z.B. Gewaltverbrechen, sexueller Missbrauch etc.)
  • Akute und/oder langandauernde Belastungssituationen

Die Anmeldung kann über die Behörde in Absprache mit der Klientin und dem Klienten oder über die Klientin und den Klienten selbst erfolgen.

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